#FragDieJVA
Beantwortet konkrete Fragen zum Justizvollzug verständlich und ohne Fachjargon. Das Format schafft Transparenz, baut Unsicherheiten ab und ermöglicht gleichzeitig einen kontrollierten Dialog mit der Öffentlichkeit.
Modul “PR und Unternehmenskommunikation” an der Jade Hochschule: Entwicklung einer ganzheitlichen Kommunikationsstrategie.
Projekt gemeinsam mit Mette Engels, Hannah Becker, Ida Heeren, Veronika Gerlitz, Annika Vollmer und Lara-Sophie Maywald.
Aufgabe des Hochschulprojekts war die Entwicklung eines ganzheitlichen PR-Konzepts für die JVA Oldenburg, das bestehende Vorurteile aufbricht, Einblicke in den Justizvollzug schafft und die JVA als attraktiven Arbeitgeber positioniert.
Im Folgenden zeige ich ausgewählte Bestandteile des Kommunikationskonzepts, an deren Konzeption und Gestaltung ich maßgeblich beteiligt war.
Mein Schwerpunkt lag dabei auf der visuellen Ausarbeitung der Plakatkampagne, der Social Media Formate und des begleitenden Stickers.
Zu Beginn der Recherche fande wir schenll heraus, dass die JVA Oldenburg öffentlich stark von stereotypen und negativen Vorstellungen geprägt ist.
Gleichzeitig bleiben ihre Resozialisierungsarbeit und die Vielfalt der Berufsfelder weitgehend unsichtbar.
Um nicht nur auf mediale Annahmen aufzubauen, führten wir eine Straßenumfrage in Oldenburg durch. Sie sollte zeigen, welche spontanen Assoziationen, Wissenslücken und Vorurteile gegenüber dem Justizvollzug tatsächlich bestehen.
Die Ergebnisse bestätigten ein stark vereinfachtes Bild: Die JVA wurde vor allem mit Gefängnis, Kriminalität und Strafe verbunden.
Resozialisierung, die Vielfalt der Berufe und die JVA als sicherer Arbeitgeber waren dagegen kaum präsent. Gleichzeitig bestand der Wunsch nach mehr Transparenz und Einblicken in den tatsächlichen Alltag.
Aus der Analyse entstand die Idee, Sicherheit neu zu interpretieren: nicht nur als Sicherheitsauftrag der JVA, sondern auch als berufliche Sicherheit.
Das visuelle Leitmotiv „Sicher.“ übersetzt diesen Gedanken in eine reduzierte Form und bildet die konzeptionelle Grundlage für die Arbeitgeberkommunikation.
Warum Plakate? Plakate eignen sich besonders, um im öffentlichen Raum eine hohe Sichtbarkeit und Reichweite zu erzielen.
Durch ihre dauerhafte Präsenz entstehen wiederholte Sichtkontakte, wodurch Aufmerksamkeit geschaffen und die JVA langfristig stärker im Bewusstsein der Bevölkerung verankert werden kann.
Die zentrale Botschaft: Hinter den Mauern steckt mehr, als man von außen vermutet. Die Kommunikation verbindet Aufklärung über den Justizvollzug mit Employer Branding.
Headlines wie „Köche hinter Gittern?“ oder „Pädagoge hinter Gittern?“ brechen bewusst mit gewohnten Vorstellungen und erzeugen Aufmerksamkeit durch die unerwartete Verbindung alltäglicher Berufsbilder mit dem Justizvollzug.
Gestalterisch setzt die Kampagne bewusst einen Gegenpol zur typischen düsteren Gefängnisästhetik.
Authentische Personen, reale Arbeitskontexte, kräftige Farbverläufe und eine plakative Typografie schaffen einen modernen und zugänglichen Auftritt. Hohe Kontraste und klare Hierarchien sorgen gleichzeitig für schnelle Erfassbarkeit im öffentlichen Raum.
Der Sticker überträgt die Kampagne in ein niedrigschwelliges Give away. Die Illustration zeigt unterschiedliche Berufsgruppen als gemeinsames Team und transportiert mit „Schritt für Schritt.“ den Leitgedanken der Kampagne.
Gleichzeitig schafft der Sticker einen Wiedererkennungseffekt und kann vor allem auf Messen als einfacher Gesprächseinstieg dienen.
Ein wiederkehrendes Content System, das Aufklärung, Dialog und Arbeitgeberkommunikation miteinander verbindet.
Drei Formate strukturieren die Kommunikation und ermöglichen einen konsistenten, langfristig bespielbaren Auftritt.